Sicherheit beim Stromanbieterwechsel
Der Wechsel des Stromanbieters ist gar nicht so kompliziert, wie viele denken. Einfach den neuen Antrag ausfüllen und alles weitere erledigt der neue Anbieter, inklusive der Kündigung des alten Versorgers. Es sind absolut keine Änderungen am Stromzähler oder an anderen Teilen der Elektroleitungen notwendig. Nicht wenige befürchten aber, dass es bei Problemen während des Wechsels zu einem Stromausfall kommen kann, weil der alte Lieferant seine Lieferung einstellt und der neue noch nicht fertig mit den Formalitäten ist. Davor muss jedoch niemand Angst haben, jeder Verbraucher hat während der gesamten Wechselzeit grundsätzlich durchgehend Strom. Sollte es tatsächlich zu Verzögerungen kommen, beliefert entweder der alte Stromversorger den Kunden noch länger, sollte er die Lieferung einstellen, tritt automatisch der lokale Grundversorger an dessen Stelle und beliefert den Kunden weiter mit Strom. Diese Regelung ist sogar gesetzlich im Energiewirtschaftsgesetz verankert: „… Energieversorgungsunternehmen haben für die Gemeindegebiete, in denen sie die allgemeine Versorgung von Letztverbrauchern durchführen, [...] jedermann an ihr Versorgungsnetz anzuschließen und zu versorgen ….“

Theoretisch versorgt der lokale Grundversorger den Kunden sowieso grundsätzlich weiterhin mit Strom, der neue Stromversorger speist lediglich die entsprechende Menge Strom, die der Kunde verbraucht, in das Netz des Grundversorgers ein. Die einzige Hürde, die bei einem Wechsel mit Verzögerung entstehen kann, ist der neue Vertrag mit dem lokalen Grundversorger, der zwar grundsätzlich keine Mindestvertragslaufzeit enthält, aber meistens nur zum Monatsende des folgenden Monats gekündigt werden kann. Dadurch verzögert sich zwar der Wechsel zum neuen Anbieter noch mehr, aber die Sicherheit der Stromversorgung des Kunden bleibt stets gesichert.

Jeder Wechselwillige muss sich also keine Sorgen machen, dass beim Stromwechsel etwas schiefgeht und er plötzlich ohne Stromversorgung da steht. Die Grundversorgung ist immer gesichert, es sei denn, der Kunde zahlt seine Rechnungen nicht, denn nur dann sind die Stromversorger berechtigt, die Stromlieferung einzustellen und den Haushalt nicht weiter zu versorgen.

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